Mittwoch, 18. August 2010

Ich leide

... momentan fürchterlich. Einerseits macht mich die Entwicklung vom MM echt stolz und glücklich. Sie redet und erklärt und frägt und überrascht mich fast alle Stunden mit was neuem. Angst vor Neuem ist ihr fremd.

Andererseits wird mir nur all zu sehr bewusst, das sie sich immer mehr von mir abnabelt. Sie ist kein Baby mehr - schnüff. Kaum zu glauben, das sie Mal so klein und winzig war und hilflos.

Auch die Kleidergrösse und Schuhgrösse steigt nun stetig und meiner Meinung nach viel zu schnell.

Mein Mutterherz - es blutet.

Auch die Aussicht auf das Ende der Elternzeit macht mir arges Kopfzerbrechen.

Hach - vielleicht liegts am Wetter, das ich momentan so schlecht drauf bin.

Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Liebe Ninifee,

tja, so ist das Leben! Stell dir vor, du hättest vor 30 Jahren oder noch mehr Jahren, ein Kind bekommen. Dann hättest du 8 Wochen nach der Geburt wieder zur Arbeit gemusst. Und - wenn keine liebe Oma zur Verfügung gestanden hätte, dann hättest du zuhause bleiben müssen, und hättest kein Eltern- oder sonst ein Geld bekommen. So war das damals! Hat man gearbeitet, so hat man fast nichts mitbekommen vom Kind, denn die Arbeitszeiten waren schon noch 45 Stunden. Ich hab das noch so erlebt.

Ich finde es gut, dass sich da einiges geändert hat und Mutter und Kind viel länger zuhause zusammen sein können. Und auch der Vater eine Möglichkeit hat. So sollte es nämlich sein!

Dein Kopfzerbrechen wegen dem Ende der Elternzeit kann ich aber schon gut verstehen.

Lieben Gruss, Brigitte

engelchenfiona hat gesagt…

keine angst sie wird dich noch lange brauchen
hab gerade für meinen großen sportsachen gekauft, schuhgröße 46 *heul* der war mal ein frühchen, so mini, so zerbrechlich und nun isser so ein langer lulatsch, aber mamas rat ist noch immer gefragt, egal um was es geht
kuchen hat er heute gebacken, für unsere gäste morgen, weil mein rücken kaputt ist und er hat das freiwillig getan nur meine anleitung wollte er, klappt super
also keine angst, du wirst noch lange gebraucht

lg
fio

Sabine hat gesagt…

Aus Indien stammt folgender Spruch:
"Sind die Kinder klein müssen wir ihnen helfen, Wurzeln zu schlagen. Werden sie groß, müssen wir ihnen Flügel schenken."

Dein kleines MM beginnt mit großen Schritten und reichlich Neugierde das Abenteuer Leben zu erforschen. Das du dabei auch zwiespältige Gefühle hast, ist doch nur normal. Wird dir doch nur allzu bewusst, dass du jeden Tag ein bisschen weniger von ihr gebraucht wirst.

Aber so ganz stimmt das allerdings nicht. Selbst mein Großer (13 1/2 J.) braucht mich noch. Nur eben anders und in einer veränderten Intensität.

Und bald wirst du merken, dass dieses Abnabeln für euch beide nicht nur wichtig ist, sondern dir auch eine gewisse Freiheit wieder gibt.

Auch wenn es schwer fällt – gib deinem Kind die Möglichkeit aus deinem Schatten hervorzutreten. Wie schwer dies manchmal sein kann weiß ich nur zu gut.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und sende dir die allerliebsten Grüße
Sabine

jane`s hat gesagt…

Das klingt nach Augustblues!
Bei dem Wetter kommen schon mal trübsinnige Gedanken.
Laß nur die Sonne mal wieder scheinen....

GlG Jane

Wienermädel + Co hat gesagt…

Was glaubst du, wie es den Grosseltern erst geht? Unser 4-jähriger ist ja noch richtig Kind, aber der 12-jährige entfernt sich in Riesenschritten.

LG

ramona hat gesagt…

ich kann das so gut nachvolziehen, geht mir mit unserem hering auch so.