Montag, 3. August 2009

Ausflügler

Ammersee vom Hohenpeissenberg aus gesehen (rechts die Erdfunkstelle Raisting mit grossen Antennen)

... die letzten Jahre sahen die Schwiegers eigentlich nur immer Haus und Garten und Supermarkt in der Umgebung. Wenigstens einen Ausflug wollten wir diesmal unternehmen. Und so machten wir uns auf, um den Hohenpeissenberg zu besuchen. Das Wetter war zwar nicht ganz optimal, weil leicht diesig - aber was solls. Auf der Fahrt waren die Schwiegers manchmal ganz schön erstaunt. Über einsame Bauernhöfe, über schwarz-weisse Kühe (gibts die in Bayern auch?) und über die Höhenmeter, die wir nach und nach erklommen.


Oben angekommen herrschte Sonnenschein mit leichter Brise - genau richtig eben. Während der Mann und ich zusammen mit dem MM die Berge im Hintergrund bestaunten, waren die Schwiegers ganz hingerissen von den Trachtlern die dort oben ein Gruppenbild machen wollten. Alt und Jung vereint im Kampf um die besten Plätze fürs Foto.









Das älteste Bergobservatorium der Welt steht am Hohenpeissenberg


auch der Deutsche Wetterdienst unterhält dort oben eine Station, in der Forschung betrieben wird. Es gibt eine kleine Info-Hütte, in der man z.B. Sahara-Staub über dem Peissenberg als Filmchen sehen kann und noch diverse andere Infos. Dann gibts für Kinder kleine Experimente zum ansehen und probieren und ebenfalls viel zu lesen für die Grossen.



Das der Jakobsweg dort oben vorbei geht, war mir bisher gar nicht bekannt. Auch der Jakobs-Pilger aus Holz war neu für mich.



und wie lange diese alten Maschinen wohl gebraucht haben, um dort oben anzukommen?







Posted by Picasa

Schachterlteufel

... sprach eine Kollegin immer, wenn sie die vielen Ablagekörbchen und Kartons im Büro betrachtete. Meinerseits würde ich mich auch als einen Schachtelsammler bezeichnen. Schuhkartons, Weinkartons, Zigarettenschachteln und Streichholzboxen. Alles das kann ich gebrauchen. Ob es nun sofort verarbeitet wird oder erst Mal im Keller lagert und nach Jahren zum Einsatz kommt. Nur wegschmeissen kann ich immer sehr schlecht etwas. So ging es mir auch mit den vielen Mini-Kartons, in denen die Druckerpatronen angeliefert werden. Viel zu schade um im Altpapier zu landen. Also nach geeignetem Papier Ausschau gehalten, fündig geworden, passende Schleifen dazu und los gehts:

Hier das Ergebnis:

vorher
nachher


Dieses Weihnachten wird rosarot und maigrün :) Ich weiss nämlich schon genau, wo die kleinen Päckchen hinkommen werden. Vorfreude ist doch die schönste Freude.
Posted by Picasa

Ich sitze

... immer noch hier am Sofa. Das Magenkrampfen ist etwas abgeflaut aber leider immer noch nicht vorbei. Ich hätte Durst, fürchte mich aber vor dem gemeinen Schmerzen, wenn wieder was neues den Magen herausfordert. Der Mond scheint zum Fenster herein und der Kater liegt neben mir und wärmt mir das rechte Bein, während der Laptop das rechte Bein langsam "erhitzt". Bettzeit - morgen weht wieder ein anderer Wind. Aufstehen um 8 Uhr, denn der Mann steht morgen wieder früh auf und meist erwacht das MM mit ihm. Routine kehrt wieder ein nach zwei kurzen Ferienwochen zu Hause. Übermorgen fahre ich zum Weiden-Flechtkurs, morgen muss ich einen Zahnarzttermin für mich und das MM vereinbaren, habe so viel vor und viel zu wenig Zeit. Freundschaften pflegen ist nicht so mein Ding - mir fehlt das Spontane. Ich bin nicht so der Freund für wochenlange Planung und dann .... warum nicht einmal unverhofft? Ach ja, den Zoll will ich noch befragen, ob man Wurst nach Irland verschicken darf - meine Kollegin wartet schon sooooo lange. Meine Jacke für das MM will ich fertig bringen, aufräumen, Wäsche falten, Wäsche waschen, Kochen, Brot backen .......... warum will mir manches nicht flotter von der Hand gehen. Gute Nacht. Gerade ziehen wieder ein paar Gewitterwolken am Mond vorbei - wie wunderschön ist das. Ich schätze mich glücklich so ein Schauspiel vom Sofa aus verfolgen zu können. Das ist auch Glück.

Sonntag, 2. August 2009

Nachdenklich

... ich blättere im Pfarrbrief der evangelischen Gemeinde. Der Mann ist evangelisch - ich katholisch. Der Brief der evangelischen Kirche spricht mich mehr an, als meiner der katholischen Kirche. Ich lese, Seite für Seite und komme zu den Taufkindern, den Vermählungen und den Verstorbenen. Die Verstorbenen sind alle um die 80 Jahre und älter. Ein langes Leben, um so mehr erschreckt mich der letzte Eintrag. Ein junger Kerl. Ich kannte ihn vom sehen. Er war nur zwei Jahre älter als ich. Einer, vor dem ich mich in der Schule fürchtete. Er war immer bei einer Clique dabei, die das Sagen hatte. Ein Wilder - ein junger Wilder. Später verlor ich ihn aus den Augen. Dann las ich hin und wieder etwas über ihn im Gemeindeblatt - er war Trainer beim Fussball Nachwuchs geworden. Erst kürzlich wurde er sogar für seinen Einsatz geehrt. Und jetzt ist er tot? Ein Unfall? Keiner wusste es. Dann traf ich jemanden aus dem Dorf, in dem er wohnt. Krebs - Lungenkrebs - alles ging sehr schnell. Nur 3 Wochen zwischen Diagnose und seinem Tod. Auch wenn er eigentlich ein Fremder war - ist es sehr seltsam, weil er nun starb. Irgendwie war er doch nicht so fremd? oder warum geht mir das so nahe? Vielleicht, weil er fast so alt wie ich war ? Ich selber dadurch wieder einmal an den Tod erinnert werde? Es macht mich so nachdenklich und traurig. Wie schnell so ein Leben vorbei sein kann. Wie achtlos man doch eigentlich mit dem Leben umgeht. Warum geniesst man nicht mehr? Warum sind Nichtigkeiten manchmal so wichtig? Wie dumm wir doch manchmal sind.

Zu aufregend

... waren wohl die letzten Tage für mich. Die Schwiegers wieder abgereist und noch eine Woche Resturlaub mit dem Mann und dem MM. Garten, Schwimmen, Sonne, Schwüle, Kopfschmerzen, Vorbereitung für eine Überraschungsparty für das Schwesterherz, Kuchen backen, Einkäufe, Erledigungen, nochmal Hitze und Schwüle und wieder Kopfschmerz. Noch so viel Unerledigtes, was im Urlaub gemacht werden sollte und wieder nicht erledigt ist. Am Freitag Abend dann die Quittung. Kopfschmerzen und Magenschmerz. In der Nacht dann die Steigerung - sehr fiese Magenschmerzen. Samstag schleppte ich mich so dahin - erst war der Magen wieder ok, doch dann das Grillen und der Kuchen tat sein übriges. Dazu gesellte sich noch ein völlig verspanntes Genick. Sonntag wieder Kopfschmerz der sich bis Mittag wieder zur Migräne ausweitete. Super.
Dann kam wieder der Magenschmerz und der hält mich fest in seinen Klauen. Den Nachmittag verbrachte ich alleine im Bett. Das MM ging mit dem Papa nochmal zur Oma. Irgendwann hielt ich es fast nicht mehr aus - nix half gegen den gemeinen Schmerz. Ich hasse das. So dahingerafft zu werden. Ausgeliefert. Gegen halb sieben kamen Vater und Tochter zurück. War das schön, mein kleines Mädchen wieder in die Arme schliessen zu können. Trotz Schmerzen haben wir noch ein wenig im Bett gespielt, Salzstangen gegessen, das ganze Bett verbröselt. Dann haben wir zu Dritt wieder das Bett neu bezogen, die Krümel gesaugt und nachdem das MM bettfertig gemacht war, habe ich mich mit ihr hingelegt. Keine 10 Minuten später war sie auch schon eingeschlafen, die Süsse. Hoffentlich wird diese Nacht ruhiger - das MM wälzt sich zur Zeit recht heftig im Bett hin und her. Manches Mal liegt sie verkehrt herum im Bett, quer zu uns oder robbt zu meinen Knien. Wahrscheinlich liegt es an der Hitze. Zum Glück hatte es heute Nachmittag ein Gewitter und die Temperatur hat sich auf 15 Grad reduziert. Vielleicht beschert uns das eine ruhige und erholsame Nacht.

Freitag, 24. Juli 2009

Ins Wasser gefallen

... ist die Gartenparty für die Schwiema. Den ganzen Tag war heute wunderschönes, angenehm temperiertes Wetter. Gegen Abend zog es sich zwar zu, aber es sah nicht nach Regen aus. Der Tisch war gedeckt. Eine ganze Batterie an Salaten, Sossen, Brot und Grillgut aufgefahren, der Grill brutzelte gerade schön vor sich hin und die ersten Stücke waren fertig. Da plötzlich spüre ich TROPFEN. Nein, bitte nicht jetzt. Eine ganze Zeit tröpfelte es vor sich hin - nur ganz wenig - aber eben nass. Dann wurde das MM immer ungeduldiger - Bettzeit. Ich also zusammen mit Tante im Schlepptau rein um mich die obligatorischen 20 Minuten mit ins Bett zu kuscheln. Da hören wir plötzlich Schritte, Stimmen, Bänkerücken. Das MM war wieder topfit und hellwach und quiekte was das Zeug hielt. Also wieder raus aus dem Schlafsack und nachsehen, was da los ist. Und da hatte es angefangen zu schütten - aber wie. Die Party wurde also nach drinnen verlegt und das MM und ich nahmen nochmal einen neuen Schlafanlauf im Ehebett. Hat funktioniert - allerdings bin ich wieder mit eingeschlummert und erst um kurz nach 21 Uhr (kurz nach Ende der Feier) wieder erwacht. Naja - seitdem regnet es in einer Tour und der Wind geht und es ist ziemlich frisch draussen geworden. Mal sehen, wie es morgen wird.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Unglaublich

... ich wollte nur noch kurz bei jemandem auf dem Blog vorbeisehen und ich konnte nicht glauben, was ich dort las. Es war wie ein Schlag. Ich kenne sie nicht persönlich - nur das Blog. Wir lesen unsere Blogs gegenseitig. Sie lebt auf einem anderen Kontinent - ein anderes Leben und trotzdem empfinde ich so etwas wie Freunschaft und Zuneigung zu Ihr. Und jetzt ist Ihr Töchterchen vor der Zeit geboren worden und gestorben. Ich bin traurig, es ist so unglaublich, so unbegreiflich. Manchmal wäre es schöner, man würde "nebenan" wohnen - ich würde sie gerne in den Arm nehmen und ihr Trost spenden - wenn es überhaupt Trost geben kann in dieser Situation?